Jugendfreizeit auf Korsika

Was macht man am besten, um der Hitzewelle in Deutschland zu entfliehen – man fährt mit 158 Leute nach Korsika. So dachten wir uns das zumindest und trafen uns am 19.07. um 10.00 Uhr auf dem Parkplatz der Siegerlandhalle. Wir: das waren 132 Jugendliche, 2 Kinder und 24 Erwachsene, die sich und ihr Gepäck in die bereitstehenden Doppeldeckerbusse verstauten und die zurückbleibenden ca. 250 Eltern, Großeltern und Geschwister, die freudig den Bussen hinterherwinkten in der sicheren Gewissheit, uns mal für 2 Wochen los zu sein . ☺

 

Dann ging es nach Livorno, wo wir am nächsten Morgen um 07.00 Uhr gemeinsam die Fähre Richtung Korsika bestiegen. Ankommen, Zelte verteilen, Gegend erkunden und dann erstmal „Tortellini alla panna“ für alle! Und dann lagen sie vor uns, die 14 Tage mit Sonne, Meer und Strand und das alles unter dem Motto: „Living water – Lebendiges Wasser!“ Dieser Gedanke der Jahreslosung hat uns begleitet durch Andachten, biblische Geschichten (Sintflut, Seewandel des Petrus, Sturmstillung, Frau am Jakobsbrunnen)  und 2 Gottesdienste, gebündelt dann am Strand mit gemeinsamem Abendmahl und der Taufgeschichte des Finanzministers aus Äthiopien - Taufe mit lebendigem Wasser.

Das waren die Begegnungen mit Gott, aber auch in der großen Gemeinschaft, in der Begegnung mit bekannten und fremden Menschen haben wir viel erlebt. Ob es Wanderungen waren, oder das tolle Erlebnis beim Canyoning in nahezu unberührter Natur, der Abend in einer lebendigen und quirligen Hafenstadt wie Bastia oder einfach das tägliche Miteinander beim geweckt werden … Waschen und Zähne putzen??? … Frühstücken … Singen … Einkaufen … Kette bilden und Bulli ausladen … Wikingerschach und Möllky spielen … Batiken … Siebdrucken … Perlenschmuck herstellen … Limbo und Zumba tanzen … Werwolf-Runden … Tagesrätsel lösen … Faulenzen … Paprika und Möhren schnippeln … 25 kg Gyros schneiden und würzen … 16 Köpfe Weißkohl in einen leckeren Krautsalat verwandeln … Knoblauch nicht mehr in Zehen oder Knollen, sondern in Netzen zählen … Fußball spielen … abhängen und chillen … Sonnenbrand bekämpfen … 3 Liter Wasser am Tag trinken … nette Gespräche zwischen Tür und Angel (Reißverschluss und Hängematte) … Fahrradtour … Luftmatratzen, die abends voll und morgens leer waren … „Klinik unter Palmen“ mit Sprechstundenzeiten 24/7 … Taschengeld abholen … Handy zum dritten Mal verlieren und wiederfinden … Zuschusslisten unterschreiben … nur 4 Sekunden pro Tag saubere Füße haben … Leute am Schnarchen erkennen … 46 Ladekabel an 3 Steckdosen …  870 Baguettes mit dem Bollerwagen holen … 300 Hamburger braten … 6 davon alleine verdrücken … gemeinsam lachen und weinen … Anschiss kriegen und (hoffentlich) was draus lernen ☺ … Geburtstag haben und feiern … auf der Rückfahrt Delfine sehen … alles „megageil“ finden … auf nächstes Jahr freuen …

Alles in allem gilt ein großer Dank unserem Gott, dass alle wieder wohlbehalten zu Hause angekommen sind und den MitarbeiterInnen, die sich das jedes Jahr antun, die ihren Urlaub opfern und die Zeit für die Jugendlichen aufbringen, sich mit ihren Begabungen einbringen und immer ein offenes Ohr haben.