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Liebe Leserin, lieber Leser, 

der Monatsspruch für Oktober steht im 15. Kapitel des Lukasevangeliums. Jesus erzählt drei Gleichnisse, wo es ums Suchen und Finden geht.

Ein Hirte macht sich auf den Weg, um ein verlorenes Schaf zu suchen. Eine Frau fegt das ganze Haus, um ihre verlorene Münze zu finden. Ein Vater hält sehnsüchtig Ausschau und wartet auf seinen Sohn.

Hier wird deutlich: Gott ist derjenige, der wie der Hirte, die Frau und der Vater sich in seinem Sohn Jesus Christus auf die Suche macht. Er möchte, dass Menschen, die die Bindung zu IHM – zur Quelle des Lebens – verloren haben, gefunden werden und nach Hause kommen.

Nach Hause kommen, Buße tun heißt ja nichts anderes, als sich finden zu lassen, indem ich Jesus meine Hände hinhalte und mir eingestehe, mein Leben nicht aus eigener Kraft führen zu können. Er nimmt mein Leben in seine Hand, er schließt den Himmel auf und schenkt mir ewiges Leben.

Wenn einer sich finden lässt, dann ist bei Gott nicht Zeit für Abrechnung, für Vorhaltungen oder was auch immer, sondern für Freude.

Der Himmel kommt in Bewegung, der himmlische Hofstaat jubelt über einen Sünder, der nach Hause kommt. Nicht wegen einer großen menschlichen Leistung, sondern weil einer, der nichts mehr in Händen hat, heimgekehrt ist. Sünde und Schuld sind vergeben. Neues Leben kehrt ein und der Himmel „steht Kopf“. So ist Gott. Ich freue mich mit, wenn viele den Himmel „Kopf stehen“ lassen!

K. Wagner