Liebe Leserin, lieber Leser! 

Da stehen die 11 Jünger nun vor Jesus, dem Auferstandenen und bekommen einen ganz großen Auftrag, den Missionsbefehl: Gehet hin und macht zu Jüngern alle Völker.

Die Aufgabe scheint unmöglich. Elf angeschlagene Jünger zu allen Völkern? Jesus mutet ihnen viel zu. Sie hätten allen Grund erst gar nicht zu beginnen. Wer da auf seine eigene Kraft schaut, der kommt über die Schwelle der Mutlosigkeit nicht hinweg.

Aber Jesus ermutigt die Jünger nicht, sondern er ermächtigt sie. Er fordert sie nicht auf, ihre ganze Kraft einzusetzen, sondern er sagt ihnen seine Kraft und seinen Beistand zu: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt.“

Die Größe dieser Zusage wird deutlich, wenn man sich bewusst macht, wer hier von sich sagt: „Ich bin bei euch“. 

Es ist der, dem alle Macht gegeben ist – im Himmel und auf Erden, in der unsichtbaren und der sichtbaren Welt. Es ist der, der den Sturm gestillt hat, dessen Herrlichkeit bei der Verklärung offenbar wurde. Es ist der „Immanuel“ – Gott mit uns. Es ist der gute Hirte, das Brot, die Tür, die Auferstehung, das Leben, das Licht der Welt, der Weinstock, der Weg, die Wahrheit und das Leben.

Auch wir sind in diesen Auftrag Jesu mit hinein genommen. Vielleicht denken wir, das kann ich nicht, bin nicht qualifiziert genug. Ausgelacht und „für rückständig gehalten werden“, möchte ich nicht, außerdem habe ich immer wieder Zweifel. Das alles kenne ich auch. Trotzdem habe ich die Erfahrung gemacht, Jesus steht zu seiner Verheißung. “Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt.“ Im Vertrauen darauf können auch wir losgehen.                        

K. Wagner