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Liebe Leserin, lieber Leser! 

Hinter verschlossenen Türen versammeln sich die Jünger Jesu.

Reue, Trauer, Angst war das, was ihnen blieb: ein Scherbenhaufen. Nein, das waren keine Heiligen, keine Helden. 

Die Wende kommt durch Jesus, der plötzlich mitten unter ihnen ist. Zwar hatten sie ihn in der Stunde, wo es drauf ankam, verlassen und verraten. Doch ER steht zu ihnen. Er lässt sie nicht im Abseits. Sie gehören zu ihm.

„Friede sei mit euch“! Jesus spricht ihnen Frieden zu. Mehr als nur ein allgemeiner Gruß. Es ist der Friede, den er durch sein Leiden und Sterben für uns mit Gott, dem Vater erwirkt hat. Jesus ist der große Mittler zwischen Gott und uns Menschen. Durch IHN, unser Vertrauen zu ihm, sind wir mit hineingenommen in diesen Frieden. 

Den verängstigten, mutlosen, traurigen Jüngern spricht er seinen Frieden zu und zugleich beauftragt er sie: „Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch!“

Er sagt nicht. „Nun geht mal!“ ER, der Auferstandene sendet sie.

Nicht im eigenen Namen und Auftrag bringen sie diese Friedensbotschaft den Menschen, sondern sie sind Gesandte.

Es ist schon erstaunlich. Die durch Angst gezeichneten, die Verräter und Zweifler werden zur „Kerntruppe“ der Weltmission. Aber gerade mit ihnen beginnt der Bau des Schiffes der Gemeinde. Das ist nur möglich, weil zur Sendung auch die Gabe des Geistes gehört. Seine Jüngerinnen und Jünger sind nie alleine. Der auferstandene Herr ist bei ihnen. ER ist die Kraftquelle. Er trägt sie und geht ihnen voraus. 

Wie gut, dass das bis heute und auch für uns gilt.                                            

K. Wagner